Patenschaft für Alpha MamouD und Bassirou

Die beiden Knaben wohnten 2011 mit ihren Eltern in einer „Häuserzeile“ bestehend aus mehreren einfachen Einzelzimmern, ohne Strom und Wasser. Das Zimmer wurde durch eine Wand und Türöffnung mit Vorhang unterteilt. Im vorderen Teil stand ein altes Sofa, zwei Sessel und ein Gestell mit Küchenutensilien, im hinteren Teil ein grosses Bett, darin schliefen

alle zusammen, oft schlief der Vater auf dem Sofa. Gegessen wurde auf einer Matte am Boden, die Hausaufgaben mussten ebenfalls auf dem Boden gemacht werden. Gekocht wurde vor dem Zimmer, im Hof, auf einem kleinen Holzkohleofen.

Mitten im Hof stand ein kleines Waschhaus zum Duschen, das von allen 10

Familien zusammen benutzt wurde. Fliessendes Wasser gab es nicht. Duschen besteht darin, dass man sich mit wenig Wasser aus einem Eimer einseift und dann einen Eimer voll Wasser über sich leert um die Seife abzuspülen.

Das WC, eine Sickergrube, befand sich in einem Zwischengang zwischen den zwei Zimmerreihe und wurde ebenfalls gemeinsam benutzt.

 

Der Vater versuchte durch Gelegenheitsjobs den Unterhalt für die Familie zu finanzieren. Eine feste Anstellung hat er leider nicht gefunden. Er hatte nur wenige Schuljahre besucht und ist praktisch Analphabet.

 

Bei Dyarama hatte sich ein Ehepaar gemeldet, das eine Patenschaft für den Schulbesuch der beiden Knaben übernahm. Wir fanden bald eine geeignete, gute Schule.  Das Schulgeld variiert je nach Schulstufe und Schule zwischen 70 – 350 CHF/Jahr. Die Patenschaft dauerte zwei Jahre und wurde dann aufgelöst weil die Familie nach Europa emigriert ist. Doch das ist eine andere weitere Geschichte ...


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